Jean Paul Gaultier

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Von 2. Oktober bis 29. Dezember zeigt der Modedesigner Jean Paul Gaultier in Paris eine neuartige Mode-Show. 

Jean Paul Gaultier wurde am 24. April 1952 in Arcueil, in Frankreich geboren.
Als Kind nähte er seinem Teddybären Kleider, da er keine Puppe bekam, für die er nähen konnte.
1970 begann Gaultier eine Lehre bei Pierre Cardin, bei dem es keine kreativen Grenzen gab und wechselte danach ins konservative Modehaus von Jean Patou.
1976 zeigte er seine erste Kollektion mit Kleidern aus bastgeflochtenen Tischsets. Diese und auch seine zweite Kollektion kam beim Publikum nicht so gut an. Doch der japanische Textilhersteller Kahsiyama gab ihm eine Chance und so konnte er seine erste Boutique in Paris einrichten.
Seither sind seine Kollektionen, die immer unter einem Motto stehen, große Erfolge. Er vertauscht und vermischt Schönes mit Hässlichem, Erlesenes mit Vulgärem, hohe Kunst mit Trivialem, Vergangenheit mit Gegenwart, Männer- mit Frauenkleidung und die Trachten aller Völker. Gaultier sieht sich als ausgemachten „Zeitgeistguru“ und lehnt die Auffassung, ein Modeschöpfer würde etwas erfinden, kategorisch ab. Seine Ideen holt sich der Designer vor allem von den Straßen Londons und New Yorks.
Der Designer wurde auch durch seine Aus- und Wegschnitte berühmt. Er kreierte Jacken ohne Rücken und Oberteile mit nur einer Seite.
1990 entwarf er für Madonna viele Bühnen-Outfits für ihre „Blonde Ambition Tour“. Berühmt wurde sein fleischfarbenes Mieder mit Ringelstepp-BH über einer Nadelstreifenhose, eine Verbindung von Macht und Sinnlichkeit.
1997 präsentierte er seine erste Haute-Couture-Schau und seit 2014 konzentriert er sich ausschließlich auf Haute Couture-Mode, die Pret-a-porter-Sparte wurde aufgegeben.
Neben der Mode, sorgte Gaultier auch mit seinem ersten Damenparfum für Furore. Der Flakon hat seit jeher die Form eines weiblichen Körpers.

Nun stellt der Künstler sein Leben und seine Mode in einem Bühnenstück vor. Im Varietétheater Folies Bergère in Paris kannst du 50 Jahre Popkultur durch die Augen eines Enfant terrible erleben.

Infos zur „Fashion Freak Show“: at.france.fr
Interview mit dem Designer: derstandard.at

Quelle:
Ingrid Loschek, ModeDesigner, Ein Lexikon von Armani bis Yamamoto, Verlag C. H. Beck oHG, München 2002

Foto:
Netaction, März 2015

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